Zehn Sanikis-Tore reichen nicht
Eine Halbzeit lang hielt die MT Melsungen am Mittwochabend gegen den favorisierten Gastgeber SG Flensburg-Handewitt mit, musste sich dann aber am Ende mit 30:34 geschlagen geben. Beim knappen 15:16-Pausenrückstand hatte es den Anschein, dass die MT dem Kontrahenten mehr als Paroli bieten könnte. Doch das Bild wandelte sich ...
Grigorios Sanikis (re.) lieferte mit zehn Treffern eine starke Vorstellung ab.
Beim 27:19 (46. Min.), der ersten Acht-Tore-Führung für die Hausherren, sah es gar nach einer deftigen Klatsche für Melsungen aus. Doch das Zinglersen-Team bäumte sich noch einmal auf und konnte durch vier Tore in Folge in den beiden letzten Spielminuten das Ergebnis verdientermaßen bedeutend freundlicher gestalten.
Die beiden erfolgreichsten Torschützen bei der u.a. ohne Karipidis und Vasilakis angetretenen MT waren Grigorios Sanikis (10), der einmal sogar aus 14 Metern traf, und Nenad Vuckovic (10, davon vier Siebenmeter). Für Flensburg-Handewitt trafen Lars Christiansen (12/8) und Michael Knudsen am häufigsten.
Stimmen zum Spiel:
"Nach einer wirklich sehr guten ersten Hälfte mit hohem Abwehreinsatz haben wir in der zweiten Halbzeit schon früh den Faden verloren. Es war wie verhext. Beinahe auf jeder Position passierte bei uns irgend ein dummer Fehler, der jeweils umgehend von Flensburg bestraft wurde. Dadurch sind wir vorentscheidend in Rückstand geraten. Dennoch hat die Mannschaft immer weiter gekämpft. Schade, dass Alexandros Vasilakis heute nicht dabei war. Mit ihm hätten wir auf der rechten Seite im Rückraum noch etwas mehr Druck aufbauen können. Dass sich die Mannschaft bis zum Schluss nicht aufgegeben hat, zeigen die vier Tore in den beiden letzten Minuten", bilanzierte ein keineswegs unzufriedener Alexander Fölker.
Der MT-Sportchef hatte zudem noch ein Sonderlob für einen Spieler parat: Grigorios Sanikis hat heute ein Riesenspiel gemacht und damit seine gute Formkurve der letzten Wochen fortgesetzt. Er war überragend nicht nur wegen seiner 10 Feldtore, sondern auch, weil er immer wieder ein Auge für seine Mitspieler hatte. Oft genug waren seine Pässe an den Kreis oder auf Außen direkte Vorarbeit für die Treffer von diesen Positionen".
”Wir wussten das der Beginn der zweiten Hälfte entscheidend wird”, sagte MT-Trainer Ryan Zinglersen in der Pressekonferenz, nachdem er seine Glückwünsche in Richtung Hausherren losgeworden war. ”Leider haben wir in dieser Phase eine Zeitstrafe kassiert.” Der Däne war jedoch nicht ganz unzufrieden mit dem Ergebnis. ”Wir sind zum Glück nicht 500 Kilometer weit gefahren, um dann mit zwölf Toren zu verlieren. Es waren nur vier.” Die Gäste hätten laut Zinglersen zwar liebend gerne ”noch mehr Druck auf die SG” ausgeübt, es sollte jedoch nicht sein.
Quelle: MT Melsungen
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erstellt am 19.11.2009
erstellt am 19.11.2009








